Heute profitiere ich erstmal davon, daß mein Quartier schon am oberen Ortsrand von Jenesien liegt und ich etwas weniger Kilometer und Aufstiegsmeter zurücklegen muß, als ursprünglich geplant.
Unter diesen Vorzeichen, bin sogar ich annähernd von mir überzeugt, diese Etappe nahezu schaffen zu können :-)
Der dichte Wald oberhalb des Orts wird bald lichter und viele Weiden mit Kühe aber insbesondere auch Pferden liegen am Weg.
Außerdem lerne ich gefühlt, jedwede Sage, Hexen-Geschichte und ähnlich amüsante Story aus der Gegend in Wort und darstellender Kunst kennen.
Exemplarisch seien diese drei "Gatekeeper" mal eingebracht:
Echt nett, die kleinen Auflockerungen am Weg...
Hier oben stehen überwiegend (einzelne) Lärchen...
Bald erreiche ich den Gasthof/das Gut Langfenn mit der Kirche St. Jakob, wobei der Weg in einem Bogen rechts außen herum führt.
Am Paß der querenden Straße ein Stück abwärts ist ein RIESIGES Zelt aufgebaut:
Aus der Ferne kann ich aber nicht erkennen, ob da eher ein Auf- oder ein Abbau ansteht: Ich vermute ersteres und ein Fest am Abend/morgen, weil ja heute Samstag ist.
Langsam aber sicher, schlendere ich immer weiter gen Norden und gewinne im sanften Anstieg im Schnitt an Höhe.
Auf ca. 1.900 Metern lasse ich die Baumgrenze endgültig hinter mir.
Das Kreuzjoch ist mal wieder ein 2.000er auf meinem Weg gen Norden:
So langsam werden die Wolken schon wieder ziemlich finster, aber Petrus hält sich heute an den Wetterbericht: Kein Regen.
Während ich hier quere, kann ich rechts unten bereits die Meraner Hütte im Skigebiet Meran 2000 erahnen.
Blick zurück...
Auf vielen italienischen Hütten, finden sich ja Crogs oder textile Hüttenschuhe seitens der Sektion oder der Pächter, so speziell ausgestattet habe ich aber noch keine Hütte gesehen:
Ich bevorzuge aber doch meine eigenen Hüttenschuhe.
Nein, ich habe IMMER noch keine neuen (gefunden): Mit viel Pattex habe ich meinen alten Latschen ein fünftes oder sechstes Leben eingehaucht. Wird aber von Mal zu Mal schwieriger und das (längst erreichte) Lebenszeitende unübersehbarer.
Schön, mal nicht der einzige Gast auf der Hütte zu sein: Es übernachten augenscheinlich 15 Leute.
Nur die späte Abendessenzeit von 19:30 (zarter Beginn) ist etwas subotpimal - das sind ja schon nahezu italienische Verhältnisse ! :-o
Die Unsitte von Frühstück ab 08:00 Uhr setzt sich hier nahtlos fort, aber morgen habe ich ja eine noch kürzere (aber anspruchvollere/spannendere) Etappe...
Begegnungen:
- Dutzende Tagestouristen zu Fuß, auf dem E-Bike, galoppierenden Haflingern oder einer Motocross-Maschine
- Vater und (erwachsener) Sohn aus Forchheim, die Abschlußabend ihrer Sarntaler Hufeisentour auf der Meraner Hütte feiern
Übergänge/Gipfel:
- Kreuzjoch (2.086m)













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