Nachdem das Abendessen auf der Alm eher mäßig und die Standard(holz-)betten im Lager deutlich zu kurz waren, gegen 02:30 Uhr auf durchgelegenes Metallbett gewechselt.
Vorteil: Man(n) konnte die Füße unten raushängen lassen. Problem gelöst. Alle Beteiligten zufrieden.
Das Frühstück auf der Hornalm war dafür bombastisch (wenn auch erst ab 08:00 Uhr - und das war schon nachverhandelt) !
Abzüge gibt es nur für die Temperatur des Teewassers.
Aber gut, erst mal runter vom Berg und die dicken Wolken lassen schon Regen befürchten bzw. eigentlich erwarten.
Gegen 10:30 geht es damit in Truden so richtig (wenn also ignorieren und Kamera wegpacken nichts mehr hilft und man WIRKLICH Regenhose und Anorak anziehen sollte) los, aber zwei Stunden später im Aufstieg nach Unterradein entledige ich mich wieder der nassen Sachen und hole die Kamera wieder raus.
Als ich oben aus dem Wald komme, sieht es fast so aus, als würde es heute doch noch richtig schön werden:
Das Timing mit dem Regen paßt zumindest soweit, denn völlig aus dem nichts kommt plötzlich ein Schild, daß man bei Regen u.ä. nicht weiter und durch den Bletterbach-Canyon darf:
Dort wäre dann guter Rat teuer gewesen, weil man zu diesem Zeitpunkt schon eine ganze Weile in eine Sackgasse gegangen wäre und auch großräumige Umgehung bei vorherigem Wissen wohl nicht ganz trivial wäre.
Aber das Glück ist ein Rindvieh und sucht seinesgleichen, sagt das Sprichwort ;-)
Also rein in den Steig und bereits nach wenigen Metern kann ich die Warnung/das Verbot verstehen:
Bei Starkregen kommt da wohl der ganze (zu querende) Hang ins Rutschen.
Die Ausblicke sind jedenfalls spektakulär und es wäre sehr schade, das verpaßt zu haben.
Auf- und Abstiege sind teils mit Treppen und Brücken gesichert, für die Querung an der Talsohle gibt es aber keinerlei Hilfsmittel.
Bei Starkregen würde man wohl spätestens hier scheitern bzw. stranden.
Im Aufstieg auf der anderen Seite kommt mir dann ein Ehepaar (ca. Mitte/Ende 70) entgegen. Behelmt. Was ich dabei ein wenig gemein finde: Der nette Hund hat keinen Kopfschutz !
Der (rote) Bundsandstein, den es hier u.a. zu sehen gibt, wurde wohl vor allen Dingen in der Gotik verbaut.
Kurz vor dem Naturpark-Haus kommt dann ein Schild, daß man hier immer sein Ticket für Kontrollen parat haben muß: Na, die sind lustig !
Ticket ?
JETZT steht das erstmalig auf Schild ?
Naja, der E5 geht direkt hinter dem Naturpark-Zentrum am Parkplatz vorbei und auch im weiteren Verlauf traut sich kein Ranger an den primär bestimmt stinkenden, sekundär nassen und tertiär - falls es jemand bis dahin schaffen sollte - dann sicherlich erboßten Weitwanderer heran ;-)
Daß es kurz danach wieder das Regnen anfängt: Eh, klar ;-)
Aber jetzt bin ich wieder im Ignore-Mode.
Weiter gen Norden führt der Weg zum Kloster Maria Weißstein.
Von dort steil abwärts, gehe ich gleich weiter, denn ob des späten Starts ist es schon wieder recht spät am Nachmittag.
Keine Ahnung, wie viele Kreuzwege ich schon auf Weitwanderungen gegangen bin, aber mir dünkt, das ist einer der wenigen, die ich abwärts schreite (evtl. könnte der oberhalb von Pfunders auf der München-Venedig-Strecke auch talwärts führen ?).
Nachdem ich aktuell ja viel in mittleren Lagen und damit durch den Wald unterwegs bin, fallen auch hier großflächige Rodungen auf. Evtl. auch (ehemalige) Fichtenflächen wie in NRW ?
Als ich den Ortsrand von Deutschnofen erreiche ist in der Wolkensuppe kaum noch Sichtweite von über 100 Metern zu erzielen, es regnet und langsam wird's richtig finster.
Gut, daß ich denn doch im Zentrum gleich das Quartier an der Hauptstraße finde und noch einer heißen Dusche und einem heißen Apfelstrudel mit Vanille-Eis sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.
Apropos Apfelstrudel:
Erwähnte ich schon, daß ich vor vielen, vielen Jahren (sagen wir mal 2008) mal mit einer damaligen Arbeitskollegin zu einer Apfelstrudel-Test-Reise losgezogen bin ? - Auf dem Weg von München nach Venedig verschwanden im aplinen Teil aus bis heute ungeklärten Gründen ca. 20 Stückchen unterschiedlichster Art im K2-Rachen :-)
Begegnungen:
- 1 schwarzes Eichhörnchen
- 1 große grüne Libelle













Gibt es denn belastbare Ergebnisse des Apfelstrudel-Tests von 2008? Meine diesjährigen Versuche waren mit n=5 weniger repräsentativ, die Lainlalm beim Abstieg nach Jachenau aber der Sieger
AntwortenLöschenHallo Markus.
LöschenNaja, ist ja immer subjektiv, wie man etwas geschmacklich findet und 2008 ist schon eine ganze Weile her, aber was damals - bei dieser Studienreise - auffiel:
1. extremer Unterschied hausgemacht vs. Convinience-TK-Ware
2. Teig: Strudel/Blätter/Mürb...
3. Rezept-/Zutaten-Varianten: je südlicher, um so mehr Pinienkerne z.B.
4. sprachlich: "Strudel" (und "Knödel") hieß es auch noch im tiefsten Italien
Cu K2.